Integrity & Governance

Ausschussvorsitzender Prof. Dr. Stephan Grüninger

Prof. Dr. rer. pol. Stephan Grüninger ist Wissenschaftlicher Direktor des Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) und Inhaber der W3-Professur für Allgemeine BWL mit Schwerpunkt Managerial Economics an der Hochschule Konstanz - Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Außerdem leitet er das Center for Business Compliance & Integrity (CBCI) und ist Direktor des Forum Compliance & Integrity (FCI). Er promovierte 2001 bei Prof. Dr. Reinhard Pfriem an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg zum Thema "Vertrauensmanagement - Kooperation, Moral und Governance".

Von 2002 bis 2009 arbeitete Stephan Grüninger in der Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung, insbesondere in den Bereichen Anti-Fraud & Compliance Management sowie Fraud Investigation, zuletzt als Partner der Ernst & Young AG.

Stellvertretende Ausschussvorsitzende Manuela Mackert

Manuela Mackert ist seit Juli 2010 Chief Compliance-Officer und Leiterin des Group Compliance Managements der Deutschen Telekom AG. Vor ihrer Berufung zum Chief Compliance-Officer hat sie unterschiedliche Management-Positionen bei der Deutschen Telekom AG und anderen internationalen Firmen wie der Lufthansa Group bekleidet. Im Rahmen ihrer HR-Funktionen hat sie unter anderem das globale Employee Relations Management der Deutschen Telekom AG etabliert, die Tarif- und Mitbestimmungspolitik koordiniert sowie zahlreiche Mergers & Acquisitions und Restrukturierungen umgesetzt.

Als Aufsichtsrätin der T-Systems GmbH begleitet Frau Mackert eng das Großkundengeschäft der Deutschen Telekom AG. Darüber hinaus engagiert sie sich in nationalen und internationalen Gremien, um Standards für gute Unternehmensführung fortzuentwickeln und in der unternehmerischen Praxis zu etablieren. Frau Mackert hält den Vorstandsvorsitz bei dem Deutschen Institut für Compliance (DICO) inne als auch den Vorstandsvorsitz beim Forum Compliance & Integrity (FCI). Sie ist Steering Committee Mitglied des European Forum on Corporate Criminal Liability sowie des Global Compliance Officers Forums. Zusätzlich ist sie Mitherausgeberin des Compliance Beraters. Frau Mackert ist Mitglied des DICO Vorstands seit 2012.

Arbeitsschwerpunkte

Der Ausschuss "Integrity & Governance" befasst sich mit den Aspekten der Führung, der Kultur und Aufsicht von Unternehmen für ein nachhaltig erfolgreiches Compliance Management.

  • Rolle und Funktionen der Führung (Unternehmensführung, Mitarbeiterführung) im Compliance Management?
  • Rolle und Funktionen des Aufsichtsrates für ein funktionierendes Compliance Management?
  • Internal Control – Rolle und Funktionen der Internen Revision, der Compliance- und Rechtsabteilung etc. für ein wirksames Compliance Management
  • External Control – Rolle und Funktionen von Wirtschaftsprüfern und anderen externen Sachverständigen für ein wirksames Compliance Management
  • Welche Maßnahmen wirken sich positiv auf die Compliance-Kultur aus?
  • Verhältnisbestimmung von Recht und Ethik im Compliance Management.
  • Integrity Management als methodischer Ansatz für eine erfolgreiche Legal Compliance.
  • Integrity Management als integrativer Ansatz für Legal, Soft Law & Social Compliance

Anforderungen an ein effektives Compliance Management

Leitlinien mit Empfehlungen für die Ausgestaltung und Beurteilung von CMS sind jetzt erschienen.

Wie können Unternehmen durch ein funktionsfähiges Compliance-Management-System die Erfüllung der wesentlichen Organisationspflichten bei der Leitung und Überwachung von Unternehmen sicherstellen? Welche Strukturen sind notwendig, um ein angemessenes und wirksames Compliance Management sicherzustellen? Welche Voraussetzungen erfordern eine eigenständige groß angelegte Compliance-Organisation? Ist es notwendig, einen eigenen Compliance Officer/Chief Compliance Officer zu haben? Welche Compliance-Maßnahmen und -Strukturen können in kleineren und mittelständischen Unternehmen als funktional äquivalent zu einer eigenständigen Compliance-Abteilung angesehen werden?

Der Beantwortung dieser Fragen ist das Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) in seinem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt „Leitlinien für das Management von Organisations- und Aufsichtspflichten“ nachgegangen, an dem zahlreiche DICO-Mitgliedsunternehmen aus Wirtschaft und Beratung als Kooperationspartner beteiligt waren. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts stehen auf der Homepage des KICG (www.kicg.htwg-konstanz.de) kostenlos zur Verfügung.

EXISTING PRACTICE IN COMPLIANCE 2014 SURVEY

Das Forum Compliance & Integrity hat die Studie "Existing Practice in Compliance 2014 Survey" entwickelt, die in Kooperation mit dem DICO durchgeführt wird.

Mit der Teilnahme an dieser Studie erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, den Ist-Zustand ihres Compliance-Management-Systems (CMS) zu den verschiedenen CMS-Elementen erfassen zu lassen und mit dem der anderen teilnehmenden Unternehmen zu vergleichen. Dazu erhält jedes teilnehmende Unternehmen nach Ablauf des Befragungszeitraums eine detaillierte Auswertung, bezüglich welcher Complainte-Maßnahmen das CMS im Vergleich zur mehrheitlichen „Existing Practice in Compliance“ übereinstimmt und zu welchen Punkten das CMS abweicht. Mit diesem Tool wird den Teilnehmern die Selbstbeurteilung des CMS des eigenen Unternehmens sowie das Erkennen möglichen Handlungsbedarfs in einzelnen Punkten erleichtert.

Mitgliedsunternehmen des FCI und des DICO erhalten die Gelegenheit, zu Sonderkonditionen an der Studie teilzunehmen.

Mittelstandsstudie

Das Center for Business Compliance & Integrity (CBCI) führte unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Grüninger und in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Compliance e.V. (DICO) und COMFORMIS eine Studie durch, die den aktuellen Stand mittelständischer Unternehmen bezüglich Compliance beleuchtet. Es wird ermittelt, in welcher Hinsicht das Thema Compliance für mittelständische Unternehmen relevant ist und in welche Richtung es sich zukünftig entwickeln wird. Außerdem werden die Bereiche identifiziert, in denen die Umsetzung von Compliance besonders herausfordernd ist sowie Ansätze und Maßnahmen, mit denen diesen Herausforderungen begegnet werden kann.

Hierzu wurden sowohl eine quantitative Befragung mittels eines Online-Fragebogens als auch eine qualitative Befragung durch Telefoninterviews mit Vertretern mittelständischer Unternehmen durchgeführt. Darüber hinaus wurde eine Auswertung anderer Studien auf diesem Themengebiet vorgenommen, um – sofern möglich – eine Vergleichbarkeit der jeweiligen Ergebnisse herzustellen.

Die Ergebnisse belegen, dass das Thema Compliance für mittelständische Unternehmen nicht mehr unbekannt ist, es aber zum Teil Herausforderungen mit sich bringt, die noch zu bewältigen sind. Für Unternehmen, die bisher mit Compliance weniger vertraut sind, werden abschließend von den Interviewpartnern Empfehlungen bezüglich der ersten Schritte bei der Beschäftigung mit Compliance im eigenen Unternehmen gegeben.

Die Studie kann auf der Homepage des CBCI (www.cbci.htwg-konstanz.de) heruntergeladen werden.